Sensibilisierungskampagne "Nicotine Gang"
Start von «Nicotine Gang» – einer - Sensibilisierungskampagne zu den Gefahren von Nikotinprodukten
Angesichts des stark steigenden Konsums von Nikotinprodukten bei Jugendlichen lancieren sechs lateinische Kantone (GE, FR, TI, JU, NE, VS) gemeinsam die Kampagne „Nicotine Gang“. Drei kurze Clips (je 10 Sekunden) werden vom 29. April bis 19. Mai auf TikTok und Snapchat – den bei 13- bis 17-Jährigen besonders beliebten sozialen Netzwerken – ausgestrahlt. Ziel ist es, Jugendliche für die Risiken von Nikotinprodukten zu sensibilisieren und ihnen gezielte Informationen bereitzustellen.
Vapes
und Snus/Nikotinbeutel: Attraktive Verpackung, reale Gesundheitsrisiken
Die Clips zu Vapes (E-Zigaretten, die in
einigen Regionen bereits verboten sind, u. a. im Wallis) sowie zu Snus und
Nikotinbeuteln zeigen zunächst sympathisch wirkende Figuren. Mit süssen
Geschmacksrichtungen, attraktiven Aromen sowie einem bunten, modernen Design
erscheinen sie harmlos und anziehend.
Im Verlauf der Clips verändern sich diese
Figuren jedoch und werden Teil einer „Gang“ – daher der Name der Kampagne.
Diese Darstellung verdeutlicht, wie schnell Nikotinprodukte Jugendliche in eine
Abhängigkeit führen können. Die gesundheitlichen Folgen sind real, insbesondere
auch im Bereich der Mundgesundheit bei Konsum von Snus und Nikotinbeuteln.
Klassische
Zigarette: Ein schöner Filter verdeckt die Realität
Da der Übergang von Nikotinprodukten zur
klassischen Zigarette nicht unterschätzt werden darf, wurde ein zusätzlicher
Clip entwickelt. Dieser zeigt, dass hinter dem Filter – sowohl im wörtlichen
Sinn als auch im übertragenen Sinne des Werbe- „Filters“ – der vermeintlich
glamouröse Eindruck einer ernüchternden und problematischen Realität weicht.
Die Kampagne macht so die Mechanismen der
Verharmlosung sichtbar und vermittelt Jugendlichen wichtige Informationen über
kurzfristige und langfristige Risiken. Ziel ist es, sie zu befähigen,
informierte Entscheidungen für ihre Gesundheit zu treffen.
Selbsttest und Unterstützungsangebote
Die Ausgabe 2026 bietet Jugendlichen die
Möglichkeit, ihr Konsumverhalten bzw. eine mögliche Nikotinabhängigkeit
mithilfe eines Selbsttests einzuschätzen. Je nach Ergebnis werden sie anpassende
kantonale Beratungs- und Unterstützungsangebote weitergeleitet.
Die Informationsplattform der Kampagne stellt
zudem weiterführende Links und spezifische Hilfsangebote für Jugendliche bereit
und ermöglicht so einen einfachen und direkten Zugang zu verlässlichen
Informationen sowie professioneller Unterstützung.
Interkantonale Zusammenarbeit
Das 2025 im Wallis gestartete und in Genf
weitergeführte Pilotprojekt hat positive Ergebnisse gezeigt. Diese Entwicklung
hat weitere lateinische Kantone dazu veranlasst, sich der Kampagne
anzuschliessen.
Die interkantonale Zusammenarbeit stärkt die
Reichweite und Wirkung der Kampagne, die in den drei wichtigsten Landessprachen
umgesetzt wird. Bei weiterhin positiven Ergebnissen wird eine Ausweitung auf
nationaler Ebene geprüft.
Weitere Informationen:
Pressekontakte
Tobias Henzen, Präventionsbeauftragter Sucht, 079 124 34 05
Alexandre Dubuis, Leiter des Bereichs Sucht-CIPRET, 079 525
85 45
